24 Stunden-Camp in Bocholt.



Vom 12.-13. Mai war mal wieder ein Fun-Wochenende in der Sportschule von Jürgen Hatzky (6. Dan Judo) angesagt.
17 Karateka aus den Fortgeschrittenen Kinder-und Jugendgruppen waren mit von der Partie.

Um 11.30 Uhr ging es dann mit einigen Wagen nach Bocholt, wo wir schon von 15 Ju-Jutsu und Jiu Jitsukas in der gleichen Altersgruppe erwartet wurden.

Nach der Begrüßung und Einweisung wurden aus beiden Vereinen je zwei Kadersprecher gewählt, die für die Belange der Gruppe gegenüber den Trainern verantwortlich waren. Bei uns waren es Luba und Dario. Danach ging es auch sofort auf die Matte, wo so mancher ziemlich ins Schwitzen kam.

Jürgen hatte sich ein tolles Kennenlernspiel ausgedacht. Alle Sportler mussten zur Musik im Kreis laufen, dann kam ein lautes STOP und jeder musste sich einem aus der anderen Gruppe vorstellen. Ziel dabei war es, sich soviel Namen wie möglich zu merken. Diese wurden hinterher abgefragt. Die jüngeren Sportler machten den Anfang und es kamen bei einigen stolze 12 Namen zusammen. Bei den älteren war es dann wieder etwas schwieriger, denn die sollten die Namen auch noch rückwärts sagen. Doch auch hier klappte das erstaunlich gut.Für die beiden Sieger aus der Unter-und Oberstufe gabs hinterher zur Belohnung ein Eis.

Das Training begann mit Judo- Rollen und richtigem Fall-Training, was den Karatekas aus Neukirchen nicht leicht viel. Doch auch diese Hürde wurde letztlich genommen. Mit Bodentechniken und Haltegriffen ging man dann bereits in die dritte Stunde wobei immer ein Karateka mit einem Jujutsuka als Partner zusammen trainierte. Trotz des relativ langen Trainings zeigten sich alle begeistert und waren voll bei der Sache. Dann standen Judo-Würfe auf dem Trainingsplan. Jürgen erläuterte dazu, das es eine alte Faustregel gibt, an die man sich zu halten hat. Wenn der Partner dich wegdrückt, ziehe ihn, wenn er dich zieht, drücke ihn weg. Hier wurden auch gleich einige Hüftwürfe zur Verdeutlichung gezeigt und anschließend trainiert.

Gegen 16.00 Uhr gab es die erste größere Pause mit Kakao, Berlinern und Apfelkuchen. Danach ging es wieder munter weiter. Nun wurden Bodenkampftechniken und Haltegriffe am Boden trainiert. Zwei Jugendliche aus dem Jujutsu-Kader zeigten uns eine Partnerform, wobei die Angriffe und Abwehrtechniken mit voller Geschwindigkeit und hoher Perfektion ausgeführt wurden. So bekamen wir einen Einblick in das Turniergeschehen des Jujutsu. Es war schon beachtlich, was die jungen Athleten dort zeigten. Gegen 18.00 Uhr war das erste Training beendet. Zum Abschluß zeigte Luba, Dario und Hans noch die Shotokan-Kata Unsu mit Hebel und Wurftechniken als Bunkai mit Musik.

Danach wurde dann geduscht und ab gings ins Räuberzivil.
Es wartete ein chinesisches Essen auf uns und kurzerhand wurde der Vorraum in eine große Tafel umgestaltet. In gemütlicher Runde wurden Reis, Tintenfisch, Hünerfleisch und noch so manche anderen Köstlichkeiten verzehrt. Aggi, Jürgens Frau und die gute Seele der Schule, sorgte dafür, das jeder reichlich satt wurde und es an nichts fehlte.

Zuerst war noch eine Nachtwanderung geplant, doch das Wetter war dafür nicht gerade geeignet. So entschied man kurzerhand, noch einen ausgedehnten Abendspaziergang am nahe gelegenen Aasee zu machen.

Anschließend wurde dann langsam die Mattenfläche zum Schlaflager umfunktioniert. Viele der Sportler unterhielten sich noch über die Eindrücke des Tages, während andere sich einen DVD-Film ansahen.

Dann ging es ab in die Schlafsäcke, denn am andern Morgen war wieder Training angesagt. Jürgen hatte den gesamten Samstag gestaltet und Sonntag war unser Trainer Hans an der Reihe.

Nach einem ausgiebigen Frühstück begann püktlich um 9.00 Uhr wieder das Training.

Es standen Abwehr-und Angrifftechniken im Vordergrund und viele Hebeltechniken, die nicht ganz so einfach umzusetzen waren. Doch es fuktionierte erstaunlich gut. Dann folgte realistische Selbstverteidigung. Hier zeigte Hans, wie einfach es sein kann, mit ensprechenden Hebeln seinen Gegner unter Kontrolle zu bekommen. Alles sah einfach und leicht aus, und doch lag die Schwierigkeit meistens im Detail. Man musste hier z.B. bei den verschiedenen Hebeln auf die absolute korrekte Haltung der Arme und den eigenen Stand achten. In der dritten Stunde wurde dann gemeinsam mit den Sportlern aus Bocholt die Kata Heian Shodan eintrainiert. Hier war es wirklich bewundernswert, wie schnell die Jujutsukas den Ablauf und die einzelnen Techniken umsetzen konnten. Als Aufgabe mussten immer 4 Sportler, zwei Neukirchener und zwei Bocholter eine Mannschaft bilden und als Abschluß die Kata zur Musik vorführen. Um 14.00 Uhr war dann auch das Sonntagstraining beendet.
Die Sachen wurden gepackt und man verabschiedete sich von den neuen Freunden, die man in den zwei Tagen gewonnen hatte. Mit vielen neuen Ideen und Eindrücken ging es dann wieder zurück nach Neukirchen-Vluyn, und schon auf dem Rückweg wurde gefragt, wann wir denn das nächste Mal wieder nach Bocholt fahren......Lassen wir uns überraschen ....

Katharina Rzepka